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Menck baute seit 1870 Rammen. Als erstes wurden Rammwinden hergestellt, die den Rammklotz an den von den Bauleuten mit einfachen Mitteln selbst hergestellten Rammgerüsten nach oben zogen, ihn dort freigaben, wieder hochzogen und so fort. Dann wurden die ersten Rammen, die mit aus Eisen hergestellten Gerüsten gebaut. Diese waren mit Schraubenspindeln ausgerüstet und so konnte man das Gerüst neigen.. Die Ramme wurden auf Schienen fortbewegt, war aber nicht voll drehbar.Sie war mit mit einem stehenden Querrohrkessel, einer dampfbetriebenen Rammwinde, einem freifallenden Bär, rücklaufendem Seil und einer Nachlaufkatze ausgerüstet. Rammen mit Nachlaufkatze erreichen nur eine verhältnismäßig kleine Schlagzahl, weil die Katze nach jedem Schlag wieder gesenkt werden muß, um den am Mäkler geführten Bär (einfacher Gußklotz mit Aufhängeöse) wieder nach oben zu ziehen. Deshalb wurden nun Rammen mit endloser Kette gebaut. Der freifallende Bär hatte eine verschiebbare “Nase”, die sofort nach dem Schlag von Hand in die ständig umlaufende Gelenkkette eingeklinkt und von ihr in die gewünschte Fallhöhe gebracht wurde. Oben angelangt zog man an einem Seil - der Bär klinkte aus, fiel und schlug. Durch das System der endlosen Kette konnte die Schlagzahl schon wesentlich erhöht werden, weil auf den Rücklauf der Nachlaufkatze nicht mehr gewartet werden brauchte.                 

Die Konstruktion überlebte sich jedoch bald, da sich der direktwirkende Dampfbär immer mehr durchsetzte. Die Idee, unter Umgehung des Windwerkes der Dampfwinde den Dampf unmittelbar im Bär auszunutzen, lag für die damaligen Konstrukteure nahe. Ihre Verwirklichung wurde erstmalig im Jahre 1883 durch den Bau des heute noch bekannten Lacour-Bären erreict. Hierbei handelte es sich um einen einfachen Dampfzylinder mit Steuergang auf dem Deckel und nach unten hängender, sich auf dem Rammpfahl stützender Kolbenstange. Das System Lacour wies jedoch Mängel auf, regte dafür aber zu einer neuen Konstruktion an. Es entstand der direktwirkende Menck-Dampfbär mit nach oben durchgehender Kolbenstange. Dieser Bär fand grosse Beachtung. Der Schlag konnte allerdings, wie bisher, nur von Hand gesteuert werden. Außerdem mußte der Bärkörper beim Fallen den verbrauchten Dampf, genau wie  beim Lacour-Bären, wieder herauspressen. Hinzu kam, daß die Expansionskraft des Dampfes wegen des Steuerns von Hand nicht voll ausgenutzt werden konnte. Diese Mängel führten zu dem neuen Menck-Bären mit halbautomatischer Steuerung, wie er im Prinzip bis 1978 geliefert wurde. Durch eine Steuerschiene in Verbindung mit einem Steuerkolben steuert sich er Bär selbst und führt den beim Steigen verbrauchten, über dem Kolben befindlichen Dampf nicht mehr unmittelbar ins Freie, sondern zunächst unter den Kolben. Der Bär schlägt nun so hart wie ein freifallender Gußklotz, weil der Schlag vom Dampf nicht mehr gebremst wird. Die kurz vor der Jahrhundertwende neueingeführten Eisenbetonpfähle stellten die Rammenkonstrukteure vor die Aufgabe, beweglichere Rammgeräte zu bauen, die sich der Besonderheiten der empfindlichen Pfähle besser anpassen konnten. Es enstand eine Universalbetonpfahlramme. Man lieferte dieses Gerät in verschiedenen Größen mit Dampfbären bis zu 6000 kg Fallgewicht. Die Ramme war maschinell neigbar und drehbar. Das Einrammen der Betonpfähle wurde unter Zuhilfenahme einer Schlaghaube besonderer Bauart vollzogen.                                                                          

Das Streben nach weiterer Vervollkommnung führte im Jahre 1934 zu einer bedeutenden Umwälzung im Rammenbau, deren Ergebnis die Menck-Rohrgerüstramme war. Während die bis dahin üblichen Rammgerüste aus Profileisen gebaut wurden und auf vier Streben standen, wird die Rohrgerüstramme aus geschweißten Rohren zusammengefügt und als verkürzbares Dreigurtgerüst mit versenkbarem Mäkler gebaut. Alle Bewegungen der RAmme werden maschinell ausgeführt. Die Geräte waren leichter, viel beweglicher und benötigten weniger Bedienungspersonal. Sie konnten schnell und bequem montiert und demontiert werden.Im Jahre 1935 wurde der Menck-Schnellschlagbär in das Fabrikationsprogramm aufgenommen. Er kann sowohl am Rammgerüst, als auch am Kranseil hängend, auf einen Pfahl oder eine Spundwand gesetzt, rammen.  Diese Geräte werden, wenn auch in veränderter Form, bis heute von der Menck GmbH Kaltenkirchen gebaut.